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Vereinsausflug nach Ærø in Dänemark | 12.06.-14.06.2015


Nun ist es ja schon eine ganze Weile her, aber ich denke noch oft und gerne an diese schöne Zeit zurück – an unseren De Immen-Ausflug auf die dänische Insel Ærø zu unserem Vereinsmitglied Johannes Hets und seiner Frau Dorit vom 12. bis 14. Juni 2015.
Sicherlich ist dieser kleine Rückblick nicht vollständig und auch nicht immer chronologisch perfekt, aber ich versuche einmal eine Zusammenfassung dieses herrlichen Wochenendes …

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Vereinsausflug nach Ærø in Dänemark | 12.06.-14.06.2015

Treffen in Fynshav:
Gut gelaunt traf sich der größte Teil der Teilnehmer am frühen Freitagabend am dänischen Fähranleger Fynshav zur gemeinsamen Überfahrt zur Insel Ærø. Einige kamen direkt von der Arbeit, andere hatten bereits einen schönen Tag in Dänemark verlebt oder eine Radtour unternommen und wieder andere hatten bereits einen Urlaub hinter sich. So war schon die Anreise recht individuell und die gemeinsame Überfahrt war dann traumhaft: herrlichstes Wetter, schöne Abendstimmung, spiegelglatte See und nicht zu vergessen, das beeindruckende Naturschauspiel der Schweinswale…

Ankommen auf der Insel Ærø:
Dann der herzliche Empfang im Hafen von Søby durch Johannes und Dorit. Gut organisiert wurden wir alle zu unseren Quartieren gebracht und ich glaube, alle waren mit ihren Unterkünften sehr zufrieden, ob Zelt, Matratzenlager, Zimmer oder gemütliche Ferienwohnung, für jeden war etwas Passendes dabei.

Der Abend in Johannes Garten:
Nun trafen wir uns alle bei Johannes im Garten. Es gab die offizielle Begrüßungsrunde und einige organisatorische Dinge wurden erläutert und dann packten alle mit an und ruckzuck war ein herrliches Abendbrot–Buffet hergerichtet. Bei dem schönen Wetter konnten wir draußen speisen und es ergaben sich die ersten netten Gesprächsrunden…
Es folgte ein Rundgang durch den herrlichen Garten. Johannes zeigte uns natürlich zuerst seinen Bienenstand, ein schöner Anblick, die vielen Einraumbeuten in diesem Umfeld … Schon von außen am Flugloch konnte man die Vitalität und Stärke der Völker erahnen. Gemüsegarten, Obstwiese, jede Menge blühende Sträucher, Stauden und Kräuter und und und schlossen sich an – einfach ein kleines Paradies!
Viele nutzten die schöne Abendstimmung noch für einen Spaziergang ins angrenzende Naturschutzgebiet. Überall war dieses Summen zu hören… waren die Bienen noch unterwegs? Nein es waren Mücken, riesige Schwärme dieser Insekten waren am Himmel zu entdecken, zum Glück stachen sie nicht und so war es ein tolles Erlebnis!
Für einen Sommerabend war es recht kühl und so war ein Lagerfeuer genau das Richtige. Noch lange saßen wir so in gemütlicher Runde am Feuer, redeten, sangen viel, hörten zu, entspannten und kamen zur Ruhe… eine schöne Stimmung, ein schöner Abend!

Guten Morgen!
Der Samstagmorgen begann mit einem guten und reichhaltigen Frühstück. Das Wetter war ein wenig unbeständig an diesem Tag und so mussten wir unser Programm spontan auf die Witterung einstellen.

Johannes Bienen:
Jede regenfreie Zeit nutzen wir um bei den Bienen zu sein. Johannes zeigte und erklärte uns seine Imkerei und seine besondere Betriebsweise. Seine Honigernte hatte er bereits vor einiger Zeit abgeschlossen. Es wurden in diesem Jahr schon einige Schwärme gefangen und wir konnten uns von der rasanten Entwicklung der Völker ein Bild machen: herrliches Naturwabenbauwerk, große Brutnester und reichlich Honigeintrag konnten bestaunt werden. Schön wie gut es den Bienen hier geht, Überwinterung auf eigenem Honig ohne Zufütterung, ein Traum von uns wesensgemäßen Imkern. Wir alle waren gerührt von dieser achtsamen Bienenhaltung, aber auch von diesem Fleckchen Erde, wo es noch so ein Trachtangebot gibt, dass dieses Imkern möglich macht.
Es wurden Fragen gestellt, über Beutenformen und -größen diskutiert und wir nahmen viele Gedanken und Anregungen für unsere eigenen Völker mit.

Mittagspause:
Unsere Organisatoren hatten ja für viele leckere Zutaten gesorgt und so wurde dank zahlreicher freiwilliger Helfer gewaschen, geschält, geschnibbelt und daraus ein großer Salat sowie eine köstliche Gemüsesuppe bereitet. Nach dem Mittagessen war die kleine Küche der gemütlichen Ferienwohnung, die uns an diesem Wochenende als Versorgungs-, Treffpunkt und Aufenthaltsraum diente, schnell wieder hergerichtet.
Da das gesamte Wochenendprogramm locker und mit viel Freizeit und Rückzugsmöglichkeit für jeden einzelnen geplant war, bot sich auch jetzt für viele die Möglichkeit mal einen größeren Spaziergang durch das Naturschutzgebiet und zur Ostsee zu machen. Die Sonne schien und so war zumindest ein kurzes Fußbad im Meer angesagt… Auf dem Weg dorthin konnten wir die Vielfältigkeit der Vegetation beobachten und verstanden, warum diese Insel auch die dänische Südsee genannt wird, denn es wachsen sogar Feigenbäume dort.

Kaffee und Kuchen
Zurück im Garten roch es bereits nach Kaffee und Tee. Kuchen und Gebäck standen bereit, so viele leckere Sachen gab es an diesem Wochenende. Dorit spendierte sogar noch eine dänische Spezialität, köstlich!

Film Bienenkugel
Da nun der vorhergesagte Regen eingesetzt hatte, zogen wir uns in die Scheune zurück. Johannes hatte einfach an alles gedacht und auch für schlechtes Wetter gut vorgesorgt… Wir schauten uns dort einen Filmbeitrag über die Bienenkugel an. Einige von uns hatten ja bereits in Hamburg die Möglichkeit, sich über dieses Thema zu informieren und auch hier bot es wieder genug Diskussionsstoff.
Johannes erzählte uns noch, wie es ihn, seine Familie und die Bienen auf diese Insel verschlagen hat, wie sie dieses wunderschöne Haus gefunden haben, aber auch wie viel Geld, Arbeit und Abenteuer in der Renovierung gesteckt haben. Doch es ist ein Ort mit ganz viel Wärme, Behaglichkeit und Atmosphäre geworden, ein Ort zum Leben, Wohlfühlen und Entspannen für Mensch und Biene… das durften wir alle spüren! Und er erzählte auch von seinen Plänen und Wünschen für seine Imkerei, die er hier auf Ærø noch verwirklichen möchte.

Der Abend im ehemaligen Cafe
Nach dem wiederum üppigen Abendbrot trafen wir uns alle im benachbarten ehemaligen Cafe, in einem großen hellen Raum mit herrlichem Ausblick auf das Vitsø-Naturschutzgebiet mit See. Wie überall auf der Insel, so begegnete uns auch in diesem Gebäude die Kunst. Hier waren es vor allem Objekte aus Glas, die außen und Innen als Dekoration dienten und für eine schöne Atmosphäre sorgten.
Wir hörten einen Textausschnitt, ich glaube von Rudolf Steiner, über das wundervolle Produkt Honig und lange herrschte Stille und Besinnlichkeit… allmählich entstanden wieder angeregte Gespräche und Herbert sorgte mit seiner Gitarre für schöne Stimmung. Er begeisterte uns mit seinen Gruppentänzen, wir hatten so viel Spaß an diesem Abend!

Guten Morgen Sonnenschein!
Am Sonntagmorgen wurden wir mit dem Lied „Guten Morgen, Sonnenschein“ begrüßt. Es passte so gut und ich habe es heute noch oft in den Ohren und denke an unseren de Immen Ausflug nach Dänemark… Es wurde wieder gut und reichlich gefrühstückt und danach ging es dann noch einmal zu den Bienen.
Johannes zeigte uns seine „Becker“-Beute. Er nannte sie so nach seinem Erbauer, obwohl sie eher wie ein Turm ausschaute… also sehr schmal und hoch. Die Bienen füllen sie komplett mit perfektem Wabenwerk aus. Johannes experimentiert mit dieser Beute ein wenig, so möchte er im nächsten Jahr oben eine Art Honigraum einrichten, unten versucht er eine Teilung der hinteren Waben. Schön, dass er uns so viele Einblicke in seine Arbeit gewährte.

Das Wochenende geht zu Ende
Da einige Teilnehmer bereits für die Mittagsfähre gebucht hatten, war es bald Zeit für die offizielle Abschlussrunde. Noch ein letztes Mal saßen wir gemeinsam in großer Runde in Dorit´s und Johannes Garten. Glücklich und zufrieden ließen wir die gemeinsamen Stunden hier auf der Insel nochmal Revue passieren. Wir haben uns alle hier so wohl gefühlt… Einige versuchten die schöne Zeit und die Dankbarkeit in Worte zu fassen.
Andreas hatte in das Gästebuch einige nette Zeilen geschrieben, die dann von uns mit vielen kleinen Bienenkunstwerken und Unterschriften ergänzt wurden. Gerne möchte ich die Worte hier im Original zitieren, auch wenn nun einiges doppelt erzählt wird…:
„Schon während der Anreise, als Mehrere von uns sich am Bahnhof Flensburg zusammenfanden, wurde eine freudige, erwartungsvolle Stimmung bemerkbar. Mit strahlendem Wetter ging es dann zur Fähre in Fynshav. Dort kamen noch einige Teilnehmer dazu. Der Empfang auf Ærø bei Johannes und Dorit war sehr herzlich, wir fühlten uns direkt freundlich aufgenommen bei denen im wunderschönen, gemütlichen Haus und Hof, wirklich umsorgt! Und diese wunderbare Landschaft! Leicht hügelig, mit Ausblicken aufs Wasser, mehrere schöne, weite Heuwiesen mit hohen Gräsern, zu Mähen bereit.
Dann ging es abends direkt zu den Bienen, Johannes zeigte uns seine lange Reihe von Einraumbeuten. Und am ersten Abend saßen wir am warmen Lagerfeuer unter klarem Himmel, ohne Wind, wo der glänzende Jupiter neben der etwas entfernten Venus still auf uns herunterschaute. In dieser heilen Welt wurde uns mal wieder bewusst, wie die Bienen und die Menschen zusammen gehören in heilsamer Verbindung, worin die Begriffe “Menschenbiene” und “Bienenmensch” verständlich werden (siehe K.Massei´s Bücher).
Das Zusammensein hier war ganz erfüllt von den so unentbehrlichen Lebensqualitäten Interesse, Enthusiasmus, Respekt und Freude. Trotz der leichten gewitterigen Atmosphäre zeigten die Bienen eine enorme Geduld, als wir dicht an ihrer Flugbahn vor ihnen zusammenstanden während Johannes erklärend mit ihnen arbeitete. Alles in großer Harmonie zwischen Mensch, Tier und Landschaft. Hoffnung versprechend für die Zukunft.
Wir alle bedanken uns herzlich für diese Erlebnisse hier!“

Für unsere Gastgeber wurde dann noch ein kleines Dankeschön überreicht.
Einige machten sich nun auf den Weg zur Fähre. Einige hatten sich bereit erklärt noch beim Aufräumen zu helfen.
Die Teilnehmer, die die Nachmittagsfähre nahmen, haben noch die sogenannte Märchenstadt Ærøskobing besucht. Es soll so idyllisch und nett sein.
Am frühen Abend verabschiedeten sich dann fast alle Teilnehmer von der Insel Ærø.
Es war eine schöne Zeit, viel Gemeinsamkeit, viel Harmonie, aber auch Ruhe und Erholung für jeden einzelnen. Wir haben von Johannes viel Interessantes über seine Bienenhaltung gehört und haben eine wunderschöne Landschaft kennengelernt. Wir alle fühlten uns ganz herzlich aufgenommen.
Danke Johannes! Danke Dorit! Und auch Danke Sabine!

WIR KOMMEN GERNE WIEDER!!!

Andreas Wijgmans und Margrete Kögler (August 2015)